Die Mookerheide: deutsches, Gelderländer oder limburgisches Hoheitsgebiet?

Die Grenze zwischen Gelderland und Limburg

Auf der Grenze zwischen Gelderland und Limburg liegt die Mookerheide, die abwechselnd unter der Herrschaft deutscher, burgundischer und Gelderner Fürsten stand. Am 14. April 1574 fand hier ein berühmtes historisches Ereignis statt: die Schlacht auf der Mookerheide. Der Achtzigjährige Krieg hatte einige Jahre zuvor angefangen. Ludwig und Heinrich von Nassau zogen mit über 10.000 Soldaten aus Frankreich in die Niederlande. Sie hatten vor sich im Gebiet Betuwe den Truppen ihres Bruders Wilhelm von Oranien anzuschließen. In Nimwegen wollten sie die Waal überqueren, aber sie erreichten die Stadt nie. Die spanische Armee passte die Brüder auf der Mookerheide ab. Es gab eine blutige Feldschlacht, und Ludwig und Heinrich kamen ums Leben. Die Schlacht machte tiefen Eindruck auf die Bevölkerung von Mook. Es wurden allerhand Legenden über die Heide aufgebracht: Die Seelen verstorbener Soldaten sollten dort umgehen, und eine Räuberbande sollte dort den Teufel treffen. Mook blieb bis 1609 im Besitz von Kleve, geriet später jedoch unter die Herrschaft von Brandenburg und Preußen. Erst seit 1815 gehört das Gebiet zu Limburg.

Teile diese Seite auf sozialen Medien: