Der Teufelsberg

Von deutschem zu niederländischem Hoheitsgebiet

Der Teufelsberg (oder Wylerberg) ist ein Hügel und ein Naturschutzgebiet in den Gemeinden Ubbergen und Groesbeek, an der Grenze zu Deutschland. Dieser 75,9 Meter hohe Hügel liegt auf der Moräne östlich von Nimwegen, zwischen Berg en Dal, Beek und der niederländisch-deutschen Grenze.

Das Naturschutzgebiet Der Teufelsberg ist etwa 125 Hektar groß und ist vorwiegend mit Laubbäumen, insbesondere der Edelkastanie, bewachsen. Es wird von der niederländischen staatlichen Forstverwaltung (“Staatsbosbeheer”) verwaltet.

Wyler

Der Hügel gehörte bis 1949 zum deutschen Dorf Wyler in der Gemeinde Kranenburg. Der deutsche Name Wylerberg ist vom Namen dieses Dorfes abgeleitet worden. Im Mittelalter stand die Burg Mergelp auf dem Hügel. Im Zweiten Weltkrieg kämpften amerikanische Luftlandetruppen während der Operation Market Garden um den Besitz und die Erhaltung des Hügels 75.9.

Niederländisches Hoheitsgebiet
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte der Teufelsberg zu den vielen kleinen deutschen Gebieten, die am 23. April 1949 von den Niederlanden annektiert wurden. Im Gegensatz zu den anderen Gebieten wurde der Teufelsberg am 1. August 1963 nicht den deutschen Behörden zurückgegeben, sondern blieb niederländisches Hoheitsgebiet.

Auf Drängen

Der niederländische Politiker Marinus van der Goes van Naters, wohnhaft im benachbarten Nimwegen, soll während der Verhandlungen mit Deutschland bei den betroffenen Politikern darauf gedrängt haben, die Naturlandschaft als niederländisches Hoheitsgebiet behalten zu dürfen. Unten am Hügel liegt der Wylersee, der ebenfalls teilweise weiterhin zu den Niederlanden gehört.

Haus Wylerberg

Der Teufelsberg gehörte, über Vererbung, seit 1906 Frau Marie Schuster-Hiby, die zwischen 1921 und 1924 eine expressionistische Villa nach dem Entwurf des deutschen Architekten Otto Bartning auf dem Hügel bauen ließ. Die Familie Schuster-Hiby hat die Villa 1965 dem Staat der Niederlande verkauft. Seit 1985 steht das Haus Wylerberg unter Denkmalschutz. Heute sind in diesem Haus einige Naturschutzorganisationen untergebracht. Die bekannten Fernwanderwege “Pieterpad“ und “Rivierenpad” (vormals “Lingepad”) führen über den Teufelsberg.

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